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Station N1: Neurologische Intensivstation und Stroke Unit

Neurologische Intensivstation mit 8 Intensivbetten

Auf unserer neurologischen Intensiv- und Überwachungsstation steht die umfassende Akutversorgung von Patienten mit sehr schwer verlaufenden neurologischen Erkrankungen im Vordergrund. Wir verknüfpen die Intensivmedizin mit einer raschen und differenzierten neurologischen Differentialdiagnostik in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den anderen Kliniken der Universitätsmedizin Rostock.

Um die bestmögliche Prognose für unsere Patienten zu sichern, streben wir die frühzeitige Einleitung einer spezifischen Therapie an. Unter Berücksichtigung der häufig schweren Prognoseeinschätzung von intensivneurologischen Krankheitsbildern ist oftmals eine ausdauernde Behandlung auf der Station notwendig. 

Da die langfristige Prognose unserer Patienten auch von der Rehabilitationstherapie abhängt, arbeiten wir sehr eng mit den Rehabilitationseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern zusammen.

Erkrankungsspektrum

  • Zerebrovaskuläre Erkrankungen (Ischämischer Schlaganfall, intrakranielle Blutungen; Sinusvenenthrombosen; Vaskulitiden)
  • Koma (unklare Vigilanzstörung)
  • Status epilepticus
  • Erregerbedingte Meningoenzephalitiden
  • Autoimmunbedingte ZNS-Erkrankungen (fulminante Verläufe von Multipler Sklerose, ADEM und Myelitiden; NMDA-Rezeptor-Autoantikörper-Enzephalitiden und andere rheumatische/granulomatöse/autoimmunbedingte neuromuskuläre Erkrankungen; Guillain-Barré-Syndrom/GBS; Myasthenia gravis und Lambert-Eaton-Syndrom; andere beatmungspflichtige Neuro- und Myopathien)
  • Basalganglienerkrankungen (akinetische Krise, malignes neuroleptisches Syndrom)
  • Metabolisch-toxische Erkrankungen (Endokrine, urämische, hepatische, septische Enzephalopathien; Intoxikationen; Wernicke-Enzephalopathie)

Ausstattung

  • 8 Intensivbetten
  • Routinemonitoring und erweitertes intensivmedizinisches Monitoring
  • Neurophysiologisches Monitoring (Dauer-EEG, BISS-Monitoring, intrakranielle Druckmessung)
  • Liquordiagnostik
  • Elektrophysiologische Diagnostik (EEG, NLG, EMG, EPs)
  • Neurosonologie
  • moderne CT- und MRT-Bildgebung (inclusive PET und SPECT)
  • interventionelle Neuroradiologie
  • Hämofiltrationen (Plasmapherese)
  • Intravaskuläre und Oberflächenhypothermie
  • Hirntoddiagnostik
  • Logopädie, Dysphagiediagnostik und -therapie
  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • Intensivierte Spastiktherapie inclusive intrathekaler und intramuskulärer Applikation von Medikamenten (z.B. Baclofenpumpe, Botulinumtoxintherapie)
  • Beantragung von Rehabilitation, Einleitung von gesetzlicher Betreuung, Organisation der Nachbehandlung durch ambulante Pflege, Heimbeatmung, Hilfs- und Heilmittel)

Schlaganfallstation (Stroke Unit) mit 6 Betten

Die Schlaganfallstation (Stroke Unit) der Neurologischen Klinik der Universitätsmedizin Rostock wird seit über 15 Jahren betrieben. Jährlich werden ca. 900 Schlaganfallpatienten stationär behandelt.

Das Spektrum umfasst neurovaskuläre Erkrankungen z.B.:

  • Ischämischer Schlaganfall
  • Intrazerebrale Blutung
  • Subarachnoidalblutung
  • Sinus- oder Venenthrombose
  • Dissektion der hirnversorgenden Arterien
  • Vaskulitiden

Ausstattung und Leistungen

  • 6 Stroke-Unit-Betten, Multimodales Monitoring an allen Plätzen (Blutdruck, EKG, Pulsoxymetrie, Atemfrequenz, Temperatur, ggf. ZVD und arterielle Blutdruckmessung)
  • Engmaschige klinische neurologische und internistische Verlaufskontrollen
  • Durchführung von intravenösen und intraarteriellen Thrombolysen bei akutem ischämischem Schlaganfall, Hirndrucktherapie, erweiterte Therapie der Spastik durch Botulinumtoxin, Therapie mit Immunsuppressiva / intravenösen Immunglobulinen
  • Frühe adjuvante Behandlung durch Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie, Neuropsychologie und Dysphagietherapie
  • Ausbildung von Ärzten, Medizinstudenten, Pflegekräften und Physiotherapeuten zur Diagnostik und Therapie von Schlaganfallerkrankungen auf höchstem Niveau
  • Durchführung klinischer Schlaganfallstudien und schlaganfallspezifischer Forschung
  • Bildgebende Diagnostik (MRT, CT), Neurosonologie und Elektrophysiologie in unmittelbarer Nähe zur Station
  • Enge interdisziplinäre Kooperation (u.a. Neuroradiologie, Kardiologie, Gefäßchirurgie, Neurochirurgie, Gerinnungsdienst etc.)

Oberarzt Neurologische Intensivstation:

Herr PD Dr. Matthias Wittstock 

Oberarzt Stroke Unit:

Herr Prof. Dr. Uwe Walter

Stationsschwester:

Frau R. Böning