Kopfschmerz/Schmerz

Mitglieder

- Dr. Florian Rimmele (Principle Investigator)

  Prof. Dr. Peter Kropp (Institut für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie)

  PD Dr. Tim Jürgens

- Dr. Till Hamann (wissenschaftlicher MA)

- Ada Werderitsch (MD Student)

- Melanie Schmidt (MD Student)

- Annalena Palmer (MD Student)

- Beatrix Bertsch (MD Student)

- Laura-Marie Brill (MD Student)

- Maria Dick (MD Student)

- Josephine Janke (MD Student)

- Esra Lenz (MD Student)

- Julia Rager (MD Student)

- Ann-Kristin Leonhardt (MD Student)

- Simeon Giesen (MD Student)

- Sophia Schulze (MD Student)

 

Ehemalige Mitglieder

- Dr. Inga Paschen

- Dr. David Graßmeier

 

Wissenschaftliche Schwerpunkte und Methoden:

- Neurophysiologie und Schmerz

- Neuromodulierende Verfahren bei Schmerzerkrankungen

- Autonomes Nervensystem und Schmerz

- Mechanismen der Habituation und Sensitisierung     

- Neuropsychologische Aspekte von Schmerzerkrankungen

- Modulierende Einflüsse medizinischer Gase auf experimentelle Schmerzen

- Klinik und Pathophysiologie symptomatischer Kopf- und Gesichtsschmerzen

- Neuropalliativmedizin

- Kommunikation und neue Medien

 

Aktuelle Projekte:

  • Randomisierte, doppelblinde, Pilotstudie zur therapeutischen Wirksamkeit einer kranialen elektrischen Stimulation (CES) als Zusatztherapie bei Patienten mit BMS (Burning mouth syndrome) gegenüber einer Scheinstimulation.  
  • Zentrale vs. periphere Ätiologie? -Untersuchung von Klinik und Pathophysiologie des Burning mouth syndrome (BMS).           
  • Randomisierten Pilotstudie zur therapeutischen Wirksamkeit der kranialen elektrischen Stimulation (CES) bei Patienten mit episodischer Migräne gegenüber der bisher wirksamsten Akuttherapie.
  • Wissen und Einstellungen zu Kopfschmerzen und therapeutischen Maßnahmen im Kindes- und Jugendalter – eine Befragung bei von Kopfschmerzen betroffenen Kindern und Jugendlichen sowie deren Eltern.       
  • ChangeMigIndex: Änderungen von Therapiezielen durch multimodale stationäre Therapie.
  • ChangeMigIndex: Evaluation in der ambulanten Patientenversorgung.
  • ATTENTION – Aufmerksamkeitsfunktionen bei Migränepatienten unter verschiedenen Prophylaxemethoden.

               

Zur Testung des somatosensiblen Systems wird u.a. das „Pathway ATS/CHEPS“ System benutzt. Die differenzierte Testung des somatosensiblen Systems stellt seit Beginn der Schmerzforschung eine Herausforderung dar, da die Objektivierung von schmerzhaften Empfindungen schwierig ist. Die Beurteilung von verschiedenen Dimensionen des Schmerzes mittels Fragebögen basiert ebenso wie körperliche Untersuchungsmethoden immer auf den Angaben des Patienten als psychophysischen Parametern. Das System Pathway ATS/CHEPS erlaubt hingegen die Anwendung validierter Testbatterien wie der quantitativen sensorischen Testung (QST), mit deren Hilfe eine differenzierte Bestimmung von thermalen Empfindungs- und Schmerzschwellen mittels der im System enthaltenen Thermode möglich ist. Allerdings unterliegt auch diese Restriktionen: sie erlaubt zwar - im Gegensatz zu der im klinischen Alltag etablierten konventionellen Elektroneurographie – eine genaue Beurteilung der Aktivität von gering myelinisierten (A-delta Fasern) und unmyelinisierten (C-Fasern) nozizeptiven Afferenzen und deren zentraler Verarbeitung, unterliegt aber letztlich auch psychophysischen Einflüssen. Einen objektiveren Ansatz stellen schmerzevozierte Potentiale dar, in deren Rahmen ein schmerzhafter Reiz verabreicht wird und dann die Hirnaktivität in Form von kortikalen Potentialen abgeleitet und analysiert wird. Diese Potentiale können durch Kontakthitze ausgelöst werden (CHEPS), für die das System Pathway ATS/CHEPS speziell ausgelegt ist. Schmerzevorzierte Potentiale sind wesentlich unabhängiger von der unmittelbaren Einschätzung durch den Teilnehmer bzw. Patienten. Weiterführende Analysen des damit aufgezeichneten elektroenzephalographischen (EEG) Musters der Hirnaktivität mittels sogenannter Zeit-Frequenz- und Wavelet-Analysen - wie der Aktivität im Gammaband - erlauben noch differenziertere Aussagen zur Schmerzwahrnehmung.

•             Weitere Möglichkeiten der Beurteilung des schmerzverarbeitenden Systems erlaubt die "Conditioned Pain Modulation" (CPM), bei der das Ausmaß der endogenen Schmerzhemmung evaluiert wird. Das Prinzip beruht auf der Beeinflussung der Intensität eines schmerzhaften Reizes durch parallele Anwendung eines weiteren inhibierenden schmerzhaften Reizes.

•             Daneben besteht die Möglichkeit, mittels wiederholter Hitzereize ein robustes und validiertes Sensitisierungsparadigma anzuwenden, in dessen Rahmen eine lokale und zentrale Überempfindlichkeit der Haut durch wiederholte Hitzereize induziert wird. Dieses kann für die Untersuchung von Sensitisierungs- und Habituationsprozessen im Kontext von Schmerzerkrankungen genutzt werden. Vor allem bei den klinisch relevanten chronischen Schmerzerkrankungen können diese Untersuchungen sehr aufschlussreich sein.

Es wird derzeit für die folgenden Projekte eingesetzt:

•             Zentrale vs. periphere Ätiologie? – Untersuchung von Klinik und Pathophysiologie des Burning mouth syndrome (BMS): Kooperationsprojekt mit Dr. Jan Liese, Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie der Universitätsmedizin Rostock

•             Schmerzen bei Bewegungsstörungen – Dr. Matthias Löhle und PD Dr. Rene Reese, Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universitätsmedizin Rostock

•             Vorstudien wurden begonnen für das Projekt zur Untersuchung von Patienten mit neurogenetischen Erkrankungen sowie Trägern von potentiell für die Schmerzverarbeitung relevanten genetischen Polymorphismen

•             Geplant sind weitere Projekte:

- Untersuchung von Medizinischen Gasen (CO2) in humanen Schmerzmodellen mit besonderem Fokus auf das trigeminovaskuläre System sowie auf chronischen.

- Untersuchung zur Komorbidität von Migräne und Multipler Sklerose.

-Charakterisierung von Schmerzen bei Patienten mit Cochlea-Implantaten.

 

Auswahl Publikationen:

 

Jürgens TP*, Barloese M*, May A, Láinez JM, Schoenen J, Gaul C, Goodman AM, Caparso A, Jensen RH. Long-term effectiveness of sphenopalatine ganglion stimulation for cluster headache. Cephalalgia. 2017;37(5):423-434.

Luedtke K, Rushton A, Wright C, Jürgens T, Polzer A, Mueller G, May A. Effectiveness of transcranial direct current stimulation preceding cognitive behavioural management for chronic low back pain: sham controlled double blinded randomised controlled trial.  BMJ. 2015;350:h1640.

Jürgens TP*, Sawatzki A*, Henrich F, Magerl W, May A. An improved model of heat-induced hyperalgesia - repetitive phasic heat pain causing primary hyperalgesia to heat and secondary hyperalgesia to pinprick and light touch. PLOS ONE. 2014; 9(6):e99507.

Jürgens TP*, Schulte LH*, May A. Migraine trait symptoms in migraine with and without aura. Neurology. 2014; 82(16):1416-1424.

Jürgens TP, Schulte A, Klein T, May A.Transcranial direct current stimulation does neither modulate results of a quantitative sensory testing protocol nor ratings of suprathreshold heat stimuli in healthy volunteers. Eur J Pain. 2012;16(9):1251-63.

Jürgens TP, Leone M, Proietti-Cecchini A, Busch V, Mea E, Bussone G, May A. Hypothalamic deep-brain stimulation modulates thermal sensitivity and pain thresholds in cluster headache. Pain. 2009; 146(1-2):84-90.

May A, Leone M, Boecker H, Sprenger T, Juergens T, Bussone G, Tolle TR.  Hypothalamic deep brain stimulation in positron emission tomography. J Neurosci.2006;26(13):3589-93.

 

Kooperationen:

intern u.a.:

- Dr. Wilma Großmann/Dr. Nora Weiß, Klinik für HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Universitätsmedizin Rostock

- Dr. Jan Liese, Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, Universitätsmedizin Rostock

zahlreiche externe Kooperationen, u.a.:

- Dr. Lars Neeb, Dr. Heike Israel, Prof. Dr. Uwe Reuter, Kopfschmerzzentrum, Klinik für Neurologie, Charité Universitätsmedizin Berlin

- PD Dr. Jennis Freyer-Adam, Universitätsmedizin Greifswald

- Dr. Torsten Kraya, Kopfschmerzsprechstunde, Klinik für Neurologie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 

- Dr. Thomas Dresler, Klinik für Psychiatrie, Universitätsklinikum Tübingen

- Prof. Dr. Arne May, Institut für Systemische Neurowissenschaften und Kopfschmerzambulanz, UKE Hamburg 

 

Kontaktdaten für Interessenten aus Mecklenburg-Vorpommern:

Julia Prahl, Projektassistentin SMARTGEM

Tel.: 0381 494 9588

Fax: 0381 494 686 9588

julia.prahl{bei}med.uni-rostock.de

 

 


Förderung durch:

Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA)

Projekt SMARTGEM - Smartphone-gestützte Migränetherapie
(NVF1_2017-098; Fördersumme €327.315,20, Laufzeit 07/2018-10/2021)

als Konsortialpartner (Konsortialführer Klinik für Neurologie, Charité Universitätsmedizin Berlin; weiterer Konsortialpartner Klinik und Poliklinik für Neurologie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

Kontaktdaten für Interessenten aus Mecklenburg-Vorpommern:

Julia Prahl, Projektassistentin SMARTGEM

0381 494 9588
0381 494 9798
julia.prahl{bei}med.uni-rostock.de

 

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Link zur Homepage des GBA-Innovationsfonds